Für einen erfolgreichen Geschäftsausbau bietet der Auslandsmarkt Türkei viele Möglichkeiten.

 

Getragen durch eine leistungsstarke Volkswirtschaft mit moderner Industrie und ein robustes, schnelles Wirtschaftswachstum ist die Türkei als Auslandsmarkt besonders attraktiv geworden. Das Land zählt seit einiger Zeit zu den am stärksten wachsenden Ländern der Welt.

 

Innerhalb der G20 (19 Staaten und EU) erzielte das Land mit 7,4% sogar das höchste reale Wirtschaftswachstum (BIP) in 2017. Die G20 repräsentieren weltweit die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

 

Darstellung 1: Wirtschaftswachstum der Türkei im G20-Ländervergleich (2017)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gleichzeitig ist das Haushaltsdefizit durch tiefgreifende Wirtschaftsreformen und eine disziplinierte staatliche Finanzpolitik in den letzten 10 Jahren durchschnittlich auf etwa 3% gesunken, was vergleichsweise angesichts der enormen Staatsverschuldung westeuropäischer Länder eine beachtliche Leistung darstellt. Experten rechnen nun mit der festen Verankerung in der Liga der führenden Top 5 der europäischen Industrienationen.

 

Ein großer Teil der deutschen Unternehmen hat die langfristig stabile, positive Wirtschaftsentwicklung und die sich bietenden Marktchancen erkannt sowie ihr Aktivitätsniveau in vielen Bereichen wie Export und Kooperationen gezielt erhöht. Diese wollen sich rechtzeitig aufstellen und neue Absatzquellen nutzen.

 

Vom türkischen Wirtschaftswunder profitieren immer mehr deutsche Unternehmen. Ende 2017 existieren in der Türkei mehr als 7.100 Firmen mit deutscher Kapitalbeteiligung und fast täglich kommen neue hinzu, vor allem aus dem Mittelstand. Die deutschen Unternehmen werden nicht nur von der Nachfrage des türkischen Binnenmarktes mit seinen rund 80,8 Millionen Menschen (2017) angezogen. Tatsache ist auch, dass die Türkei als Beschaffungsmarkt für die umliegenden Regionen an enormer Bedeutung gewonnen hat und jetzt in vielen Branchen als Drehkreuz operiert.

 

Darstellung 2: Anzahl deutscher Unternehmen in der Türkei im Ländervergleich (2017)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Darüber hinaus gilt in der Türkei der Begriff "Made in Germany" als beliebtes Qualitätsmerkmal, dass seine Attraktivität beibehalten hat und gern angenommen wird. Besonders Geschäftspartner aus Deutschland sind gern gesehen. Sie repräsentieren bestimmte Eigenheiten wie Fleiß, Pünktlichkeit, Ordnung, Zuverlässigkeit sowie Ingenieurtum und Erfindergeist.

 

Die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen sind dabei kein Entwicklungsphänomen der letzten Jahrzehnte und unterliegen auch nicht bestimmten tagesbezogenen Stimmungsschwankungen. Heute kommt eine Eigendynamik zum Vorschein, die durch unzählige einzelne private, freundschaftliche und geschäftliche Beziehungen zwischen den einzelnen Menschen getragen wird. Das Verhältnis basiert vielmehr auf robust gewachsenen, starken strukturellen Verflechtungen der beiden Länder in Wirtschaft und Gesellschaft, deren reger Austausch sogar 300 Jahre zurück bis ins 18. Jahrhundert reicht.

 

Erstmals im Jahr 1719 besuchte Asım Efendi als Entsandter des Osmanischen Reiches mit einer aus 15 Personen bestehenden Delegation Deutschland und leitete den Beginn offizieller Beziehungen ein. Im Jahr 1721 wurde daraufhin Johannes Jorgowsky auf Anweisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. (1713-1740) nach Istanbul entsandt und eröffnete dort die erste offizielle deutsche Repräsentanz.

 

Eine ganze Reihe deutscher Unternehmen begannen schließlich die Türkei als Auslandsmarkt zu entdecken.1856 installierte Siemens das erste Telegrafennetz in Istanbul. Im Jahr 2014 wurden durch das Unternehmen die Städte Izmir und Istanbul an das Stromnetz angeschlossen und mehr als 2.000 Haushalte bekamen erstmalig Strom. Danach folgten eine Reihe von Projekten in den unterschiedlichsten Bereichen bis in unsere heutige Zeit.

 

Die BASF ist zum Beispiel seit 1880 in der Türkei präsent. Heute betreut die türkische Tochtergesellschaft zusätzlich noch die Märkte im Nahen Osten und Nordafrika.

 

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der legendären „Bagdadbahn“ durch das Bauunternehmen Philipp Holzmann mit der Deutsche Bank als Finanzier begonnen. Einschließlich der Anschlussstrecken in Anatolien und im heutigen Syrien und im Irak hat die Eisenbahnstrecke eine Gesamtlänge von 3.205 km und gilt als eines der ingenieurtechnisch anspruchsvollsten Infrastrukturprojekte jener Zeit.

 

Mercedes und MAN waren die ersten ausländischen Automobilhersteller, die mit der Fertigung von Lkws und Bussen in den Sechzigerjahren in der Türkei begannen.

 

Die Liste der Erfolgsgeschichten deutscher Unternehmen in der Türkei lässt sich noch beliebig fortführen. Es ist viel mehr als der oft angenommene Maschinenbau. Schon längst sind deutsche Unternehmen aus ganz unterschiedlichsten Branchen und Teilsektoren in der Türkei erfolgreich aktiv. Man trifft in den Einkaufsmeilen sogar bekannte Marken aus dem deutschen Einzelhandel wie zum Beispiel Deichmann, Media Markt, Tchibo und Rossmann.

 

So wuchs die Zahl deutscher Unternehmen allein zwischen 2015 und 2017 um 10,3%. Erst mit Abstand folgen Unternehmen aus den Niederlanden mit 8,1% und Großbritannien mit 6,2%.

 

Darstellung 3: Zunahme der Unternehmensgründungen in der Türkei im Zeitvergleich (2017)

Die entsprechende, erfolgreiche Erschließung des türkischen Marktes ist jedoch eine anspruchsvolle Aufgabe. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, muss der Markt den Landeseigenarten entsprechend mit der richtigen Auswahl von stimmenden Instrumenten bearbeitet werden.

 

Umfassende, objektive Landesinformationen sind genauso relevant wie die gezielte Nutzung von vielschichtig angelegten Einflussmöglichkeiten über ein aktives Netzwerk mit ausgewählten Partnern.

 

Die folgenden Seiten ermöglichen einen weiteren Einblick in die Wirtschaft des Landes. Sie finden zusätzliche Informationen über einige Branchen und Teilsektoren, die Sie bei Bedarf einzeln aufrufen können. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen haben. Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung.

  1. Agrarchemie
  2. Automobilindustrie
  3. Bauwirtschaft
  4. Bergbau
  5. Bioenergie / Biomasse / Biogas
  6. Chemieindustrie
  7. Digitalisierung / Industrie 4.0
  8. Elektronik
  9. Energiewirtschaft
  10. Entsorgungswirtschaft
  11. Erdgas
  12. Erneuerbare Energien
  13. Farben und Lacke
  14. Geothermie
  15. Gesundheitswesen
  16. Hausgeräte
  17. Hochbau
  18. Infrastruktur
  19. Kfz-Zulieferer
  20. Kosmetika
  21. Kunststoffindustrie
  22. Landwirtschaft
  23. Luft- und Raumfahrt
  24. Logistikwesen / Transport
  25. Maschinen- und Anlagenbau
  26. Medizintechnik
  27. Möbelindustrie
  28. Nahrungsergänzungsmittel
  29. Petrochemie
  30. Pharmaindustrie
  31. Recyclingwirtschaft
  32. Reinigungsmittel
  33. Solarenergie
  34. Telekommunikation / IT
  35. Tiefbau
  36. Verkehrssysteme
  37. Verpackungswirtschaft
  38. Wasserkraft
  39. Windenergie

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