Petrochemie

 

In der Türkei besteht ein hoher Bedarf an petrochemischen Grundstoffen von jährlich etwa 8 bis 9 Mio. Tonnen. Damit ist die Türkei nach China der zweitgrößte Nettoimporteur von Petrochemikalien in der Welt. Die enorme Bedarfslücke zwischen der verfügbaren Produktionsmenge und dem tatsächlichen Verbrauch von petrochemischen Produkten bietet lokalen und ausländischen Investoren viele Geschäftsmöglichkeiten.

 

Das einzige inländische Unternehmen Petkim stellt gerade einmal 1,6 Mio. Tonnen her. Die restliche Menge von ca. 4,2 Mio. Tonnen muss über Importe abgedeckt werden. Das kostet das Land zwischen 5 und 6 Mrd. USD im Jahr.

 

Die aserbaidschanische Socar verhandelt derzeit über die Errichtung einer neuen Petrochemie-Anlage mit einem Investitionsvolumen von etwa 3 Mrd. USD. Bis 2020 plant das Unternehmen in der Türkei insgesamt 18 Mrd. USD zu investieren.

 

Desweiteren soll noch in 2018 ein türkisches Konsortium eine Investition ein Greenfield Projekt in der Türkei über rund 1 Mrd. USD im Bereich der Petrochemie tätigen. Die beiden türkischen Unternehmen Rönesans und Bayegan wollen gemeinsam mit ihrem algerischen Partner Sonatrak in der Region Adana / Yumurtalık insbesonere Polypropylen herstellen.

 

Mitte 2017 wurde die türkische Tochtergesellschaft der OMV (OMV Petrol Ofisi) mit 1.709 Tankstellen für 1,4 Mrd. EUR an die niederländische Vitol Group verkauft.

 

Neben Opet sind natürlich noch weitere Kraftstoffhersteller wie zum Beispiel Shell & Turcas, BP, Total, TP Petrol, Aytemiz, Lukoil, Altınbaş in der Türkei vertreten.

 

Das Unternehmen Opet will sein Tankstellennetzt von derzeit weit über 1.500 Tanksellen weiter ausbauen.

 

Alpet kommt auf ein Gesamtnetz auf 460 Tankstellen, Lukoil Eurasia auf mehr als 590 Tankstellen.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© EKCON Strategy Consultants GmbH Impressum