Kfz-Zulieferer

 

Die Türkei stellt geografisch und wirtschaftsstrukturell ein vorteilhaftes Umfeld für den Aufbau von Lieferketten im Bereich Automotive dar.

 

Momentan haben dort mehr als 250 globale Zulieferer einen Fertigungsstandort, wobei sich darunter mehr als die Hälfte der weltweit größten 50 Lieferanten wiederfinden.

 

Mit den einheimischen Herstellern zusammen gibt es insgesamt mehr als 1.100 Zulieferer, die die Fertigung der Erstausrüster unterstützen und ihre Teile direkt in die Fertigungslinien der Fahrzeughersteller liefern.

 

Durch die Zogwirkung der Automobilhersteller geht der türkische Fachverband der Kfz-Zulieferer (TAYSAD) weiterhin von einem positiven zweistellen Umsatzwachstum aus.

 

Einige Kfz-Zulieferer bekommen für ihre Projekte staatliche Steuer- und Zollerleichterungen sowie Zuschüsse zu den Sozialabgaben.

 

Beispiele für Akteure auf dem türkischen Markt

Der Getriebehersteller GKN Driveline hat in der Türkei einen Marktanteil von etwa 50% erreicht. Insgesamt werden dort jährlich mehr als 3 Mio. Getriebe abgesetzt. Das Unternehmen beliefert zum Beispiel die türkischen Fertigungsstandorte von Fiat, Ford, Toyota und Honda.

 

Der Autobatteriehersteller Inci GS Yuasa Akü (Joint Venture Inci-Holding Türkei / GS Yuasa Japan) wird nach Abschluss ihrer Investition über 55 Mio. USD für die zwei Werke in Manisa eine Jahreskapazität von 7 Mio. Batterien erreichen.

 

Der führender deutscher Hersteller von Sattelaufliegern, Aufbauten und Anhängen, die SCHMITZ CARGOBULL, eröffnet eine Fertigung in der Türkei bei Sakarya / Erenler. Das Unternehmen investiert insgesamt etwa EUR 90 Mio. Der neue Standort umfasst eine Fläche von ca. 20.000 m³. Innerhalb der kommenden acht Jahre bis 2025 sollen dort mehr als 3.000 Einheiten/Jahr gefertigt werden.


Mittelfristiges Ziel ist es, 30% Marktanteil in der Türkei zu erreichen. Das Land soll außerdem als Exportbasis für eine bessere Markterschließung im Nahen Osten und auf asiatischen Märkten genutzt werden. Bereits in 2016 hatte SCHMITZ CARGOBULL die Importaktivitäten vom langjährigen türkischen Partner ENKA übernommen und eine unternehmenseigene Tochtergesellschaft mit Direktvertrieb etabliert.

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