Erneuerbare Energien

 

Erneuerbare Energiequellen wie Wasser, Wind, Sonne und Geothermie sind in der Türkei im Überfluss vorhanden.

 

Das Interesse an erneuerbaren Energien hat jedoch insbesondere außenhandelspolitische Gründe. Dies liegt daran, dass die Türkei bei der Elektrizitätserzeugung in hohem Maße von Importen abhängig ist. Die einheimischen Quellen wie Braunkohle und Erneuerbare Energien können zusammen nur etwa 25% des Primärenergieverbrauches decken.

 

Die hohe Importabhängigkeit im Energiesektor von Erdöl und Erdgas mit mehr als 70% stellt für die türkische Handels- und Leistungsbilanz eine erhebliche Belastung dar. Der Anteil des Energieeinfuhr hat am türkischen Handelsbilanzdefizits einen Anteil von rund 60% (~ 65 Mrd. USD.)

 

So ist der Ausbau von Erneuerbaren Energien erklärtes zentrales Ziel der türkischen Energiepolitik. Bis zum Jahr 2023 soll der Anteil regenerativer Energien an der Stromerzeugung auf mindestens 30% steigen. So soll nach den Plänen des türkischen Energieministeriums die gesamten Kraftwerkskapazitäten aus Erneuerbaren Energien auf fast 47.000 MW (2019) erhöht werden. Für die Photovoltaik wird eine Kapazität von 3.000 MW in 2019 und von 5.000 MW in 2023 anvisiert.

 

Die Gesamtinvestitionen, die zur Deckung der türkischen Energienachfrage in 2023 dazu erforderlich sind, wird auf ca. 110 Mrd. USD geschätzt. Dies ist mehr als das Doppelte der bisherigen Investitionen im letzten Jahrzehnt.

 

Die einzelnen Ziele lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Steigerung der gesamten installierten Stromleistung auf 120 GW
  2. Steigerung des Anteils erneuerbarer Energieträger auf 30%
  3. Maximierung des Einsatzes von Wasserenergie
  4. Steigerung der installierten Kapazität bei Windenergie auf 20.000 MW
  5. Installation von Kraftwerken, die 1.000 MW geothermische und 5.000 MW Solarenergie bereitstellen
  6. Ausbau der Länge der Überlandleitungen auf mehr als 60.000 km sowie vermehrter Einsatz intelligenter Stromnetze
  7. Erreichen einer Kapazität in den Stromversorgungseinheiten von 158.460 MVA
  8. Steigerung der Erdgasspeicherkapazität auf mehr als 11 Mrd. m³
  9. Bau von Atomkraftwerken
  10. Erhöhung der installierten kohlebefeuerten Kapazität von 17,3 GW auf 30 GW
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