Bergbau

 

Die Türkei besitzt eine große Vielfalt von im Bergbau geförderten Element-, Energie- und Eigenschaftsrohstoffen, die für ihre Wirtschaft von wichtiger Bedeutung sind und immer stärker genutzt werden.

 

Für die weltweite Versorgung genießt die das Land im internationalen Vergleich aufgrund großer Reserveanteile bei ausgewählten Rohstoffen einen hohen Stellenwert. Landesweit werden etwa 60 verschiedene Rohstoffe von Kohle über Erze bis hin zu Industriemineralien gefördert. Zu den wichtigsten gehören zum Beispiel Braunkohle/Steinkohle, Bor, Chrom, Eisen und Kupfer.

 

Nach Angaben des Arbeitsministeriums befinden sich in der Türkei mehr als 1.600 aktive Betriebsstätten, die Steinkohle, Braunkohle oder verschiedene Metallerze fördern. Der Staat besitzt exklusive Eigentumsrechte an den Bergbauressourcen. Er kann jedoch seine Explorations- und Produktionsrechte mittels Lizenzerteilung an natürliche und juristische Privatpersonen übertragen. Die meisten großen Bergbauunternehmen in der Türkei sind vertikal integrierte Firmen, die sowohl in der Gewinnung der Erze als auch in deren Verarbeitung tätig sind.

 

Die gesicherten Kohlereserven der Türkei belaufen sich momentan auf insgesamt rund 17 Mrd. Tonnen. An der Gesamtmenge hat die Braunkohle einen Anteil von insgesamt 92%, die Steinkohle nur 8%. Rund 44% der Braunkohle-Reserven in der Türkei wurden durch das Energieministerium erst zwischen 2004 und 2016 entdeckt. Die Förderung soll mittelfristig so schnell wie möglich beginnen.

 

Die momentane Förderung von absatzfähiger Steinkohle deckt nicht die Inlandsnachfrage. Importe kommen mit > 34 Mio. t im Jahr vor allem aus Russland, Kolumbien, den USA, Südafrika und Australien.

 

Momentan investiert das Bergbauunternehmen Eti Bakir (Cengiz Holding) in der Türkei umgerechnet etwa EUR 740 Mio. zwecks Gewinnung von Chemikalien für die Düngemittelerzeugung und die Rückgewinnung von Metallen.

Das Projekt in im Gebiet von Mazidağı in der Provinz Mardin (Südostanatolien) wird nach den neuen Richtlinien staatlich subventioniert. Es erhält eine Zollbefreiung beim Import von Anlagen und Ausrüstungen, eine Mehrwertsteuerbefreiung und eine Befreiung von der Körperschaftssteuer.

Darüber hinaus übernimmt der Staat für eine Dauer von zehn Jahren den Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen für die Arbeitnehmer. Außerdem erfolgt durch die Regierung eine Zinssubvention für Kredite für eine Zeit von höchstens zehn Jahren.

In dieser Summe sind auch notwendige Investitionen in die begleitende Infrastruktur wie zum Beispiel Erdgas- und Wasserleitungen sowie Hafenausbau in Samsun und Inebolu enthalten.

Nach Angaben des türkischen Wirtschaftsministeriums werden in dem Bergwerk derzeit 561.000 t / Jahr Phosphatgestein gewonnen. Mit der geplanten Investitionen werden zusätzliche Produktionskapazitäten geschaffen werden: Schwefelsäure 650.000 t / Jahr, Phosphorsäure 150.000 t / Jahr, Ammoniak 75.000 t / Jahr, Di-Ammonium-Phosphat 325.000 t / Jahr, Nitrat-Phosphat-Mischdünger 750.000 t / Jahr, Kobalt-Karbonat 7.740 t / Jahr, Zinkkarbonat 2.530 t / Jahr, Kathoden-Kupfer 1.990 t / Jahr, Silber 1,54 t / Jahr und Gold 0,534 t / Jahr.

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